Mr. Lawrence, mein Fahrrad und ich von Shelly King

Kindler
ISBN 978-3-463-40656-5
336 Seiten

Maggie ist arbeitslos und verbringt ihre freien Tage Nackenbeisserromane lesend im Antiquariat Dragonfly Books. Sie freundet sich mit dem Besitzer Hugo an, einem warmherzigen Althippie, der ebenso liebenswert seltsam ist wie viele seiner KundInnen. Als sie durch die Vermittlung ihres besten Freundes Dizzy, ein IT-Nerd, die reiche Unternehmerin Avi kennenlernt, nutzt sie das Dragonfly als Projekt, um ihre Fähigkeiten unter Beweis zu stellen. Mit großer Begeisterung und kreativen Einfällen gelingt es ihr tatsächlich, den Umsatz anzukurbeln und Maggie entdeckt ihre Liebe zu diesem Antiquariat. Doch nicht nur die 🙂 Der sympathische Rajhit stürzt sie von einer Verwirrung in die nächste – und dann kommt ein unglaubliches Angebot.
Auch wenn auf der Rückseite unter anderem steht „Eine wunderbar andere Liebesgeschichte…“ sollte man das nicht für bare Münze nehmen. Ja, es gibt sogar zwei Liebesgeschichten, aber beide sind nur ein Teil dessen, was in diesem Buch erzählt wird. Daneben (bzw. eigentlich als Hauptsache) geht es um die Liebe zu Büchern, insbesondere zu gebrauchten. Aber auch um die Suche nach dem, was wirklich wichtig ist. Maggie wird immer deutlicher bewusst, dass ihre ursprünglichen Wünsche und Hoffnungen mehr mit ihren Eltern zu tun haben als mit ihr selbst. Doch bis sie zu dieser Erkenntnis kommt, ist es ein weiter Weg.
Wer nun hochgeistige Gedankenflüge oder geniale Inspirationen erwartet, wird jedoch mehr als enttäuscht sein. Der Roman ist lockerleicht geschrieben und verursacht ein immer wiederkehrendes Schmunzeln durch die vielen völlig überzogenen Beschreibungen. Es ist eine richtig schöne Lektüre mit einer wunderbar sympathischen Hauptfigur (aber auch der Rest ist nicht schlecht ;-)), mit der man mitleidet, -fiebert und -liebt und dazu noch eventuell ein paar Anregungen für’s eigene Leben erhält. Das ist doch schon eine ganze Menge – oder nicht 😉 ?
Kleine Mäkelei am Rande: Gelegentlich merkte ich den beruflichen Hintergrund der Autorin deutlich – mancher Abschnitt geriet ihr doch sehr IT-spezifisch. Etwas zu viel für ein Buch wie dieses, meine ich.

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