Phantom von Jenk Saborowski

Piper Verlag
ISBN 978-3-492-30470-2
464 Seiten

In unserer modernen Welt scheint es kein Entrinnen mehr zu geben: wohin wir gehen, mit wem wir sprechen, was wir kaufen, wem wir mailen – Alles ist unter der Kontrolle der scheinbar allmächtigen Geheimdienste. Weil Jeder glaubt, auf den Komfort nicht verzichten zu können, den elektronische Dienstleistungen uns bieten. Doch eine salafistische Terrorgruppe unterläuft diese Allmacht, indem sie bewusst all diese Bequemlichkeiten vermeidet, um so ihren Anschlag in der BRD ungestört vorbereiten zu können. Doch mit einiger Verzögerung kommt man auf ihre Spur – rechtzeitig?
Mit einer relativ langen Vorgeschichte (ca. die Hälfte des Buches) wird u.a. die Rekrutierung dieser Terroristen beschrieben, die alle aus Deutschland stammen. Immer wieder wird auch deutlich gemacht, wie leicht es Salafisten und anderen Menschenfängern gemacht wird, insbesondere junge Erwachsene auf ihre Seite zu ziehen, die keinen Sinn in ihrem Leben sehen und/oder keinen Halt besitzen. Denn sie bieten beides: den Sinn im Hier und Jetzt wie auch im Jenseits und die Unterstützung und den Rückhalt durch die Gemeinde. Doch wie schon geschrieben, das macht nur einen eher kleinen Teil der Vorgeschichte aus. Daneben gibt es die Undercoveraktion von Solveigh Lang in Südamerika, die durchaus spannend ist, mit der eigentlichen Geschichte aber nur wenig zu tun hat. Meiner Meinung nach hätte man daraus durchaus ein eigenes Buch machen können.
Für mich war dieser vierte der erste Band der Solveigh-Lang-Reihe, den ich gelesen habe. Wobei ich mich nach dem Lesen etwas wunderte, weshalb es nicht Paul-Regen-Reihe heißt, denn er scheint mir fast mehr im Mittelpunkt zu stehen als Solveigh. Aber egal: Ich finde, ‚Phantom‘ ist ein spannender Krimithriller, bei dem man zwar bereits von Beginn an die Täter kennt, aber bis zum Ende mitfiebert, ob der Anschlag verhindert werden kann. Ich denke, ich werde mir die anderen Bände dieser Reihe auch mal genauer anschauen 😉

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